schmerzfrei klettern und bouldernNachhaltig gesund Klettern und Bouldern

 

•Was bedeutet das eigentlich

• Wie geht das?

Was bedeutet das eigentlich

Gesund

Gesund lässt sich für die meisten irgendwie definieren, dabei hat wahrscheinlich jeder so seine persönliche Definition dazu, die natürlich von seinen Erfahrungen und Eindrücken geprägt ist.

In dem Satz oben wird aber auch Klettern und Bouldern erwähnt so habe ich meine Definition daran angeglichen.

Ich setzte voraus dir geht es wie mir und du kletterst oder/und boulderst sehr gerne, und möchtest das auch möglichst lange können.

Dabei möchtest du möglichst nicht von Schmerzen oder Verletzungen abgehalten werden dieser Passion nach zu gehen.

Gesund Bouldern bedeutet hier also verletzungsfrei und schmerzfrei unterwegs zu sein

Wie schaffst du das?

Dazu muss ich noch ein wenig ausholen

Du hast es vielleicht auch selbst schon mal erlebt, da bist du endlich einen Schritt in den nächsten Grad oder Farbe weitergekommen oder hast dein Projekt fast durchgestiegen, dann verletzt du dich plötzlich oder spürst plötzlich Schmerzen in Finger Schulter, Rücken oder..oder…das stufe ich in diesem Fall als nicht gesund ein.

 

Jetzt gibt es verschiedene Lösungsmöglichkeiten:
ich habe hier mal ein paar zusammengestellt

 

trotz des Schmerzes einfach weiterklettern

ob das gut geht? Oder ob du dir dadurch vielleicht nur mehr Schäden zuziehst?

Schmerzmittel einwerfen und so tun als ob nichts wäre

stufe ich wie oben ein

pausieren und warten, dass es besser wird

erfordert Geduld, kann aber funktionieren

Tapen

Kann akut hilfreich sein, geht bei Finger oder Ellbogen
bei Schulter,, Rücken Beine wird es wohl eher ein Kinesiotape, kann gut mit anderen Maßnahmen kombiniert werden
legst du dann immer das Tape an vor dem Klettern?

Arzt aufsuchen 👨‍⚕️👩‍⚕️

gute Lösung, abklären ob oder was eventuell verletzt ist
bis eine Diagnose gestellt werden kann braucht es oft einige Untersuchungen, hier ist also auch Geduld angesagt

Physiotherapeuten aufsuchen

setzt oft einen Arztbesuch voraus
kann sehr gut helfen
braucht auch etwas Zeit

Fachliteratur oder Google fragen und eine Lösung suchen

kann funktionieren, kann das ganze aber auch verschlimmern

Jetzt hast du womöglich eine der oben genannten Lösungen oder auch mehrere davon hinter dir, aber der gleiche Schmerz taucht nach einer Weile doch wieder auf.

Ich habe schon öfter gehört,"ja das Problem kommt immer wieder, dann gehe ich zum Physio der richtet das wieder und ich habe fürs nächste halbe Jahr Ruhe."

 

Jetzt kommen wir zu ... 

Nachhaltig

vor dem Wörtchen „gesund“

Als erstes, Schmerz ist ein Zeichen unseres Körpers, dass etwas nicht stimmt, das sollten wir nicht einfach übergehen.

Nachhaltig bedeutet für mich, ich richte mein Training und Klettern/Bouldern so aus, dass es möglichst gar nicht zu Schmerzen oder Überlastungsschäden in einem Gelenk oder Körperteil kommt. Oder - nach einer Verletzung bzw. einer Schmerzproblematik die eigentliche Ursache für den Schmerz zu finden und so daran zu arbeiten, dass er nicht wieder auftritt

Das klingt einfach ist es aber nicht.

 

Wie geht das?

Als erstes die Ursachenforschung. Das heißt heraus zu finden wo es Stellen oder Bewegungsmuster gibt, die nicht ganz rund laufen und die womöglich zu einer Überlastung an einem ganz anderen Punkt führen. Das gilt sowohl für akute Verletzungen und Schmerzproblematiken als auch um diesen vor zu beugen

 

Die Ursache kann sein

Alte Verletzungen oder Schmerzen von früher

An die erinnerst du dich vielleicht gar nicht mehr aber sie haben dazu beigetragen dein Bewegungsmuster zu verändern und damit Gelenke einseitig zu belasten. Davon gibt es unzählige

Deine Gewohnheiten beim Klettern und Bouldern

Du bevorzugst bestimmte Techniken/Routen, weil du sie gut kannst, hier fehlt oft der Ausgleich

Als Anfänger bist zu schnell in schwierige Touren gegangen .Dein Körper braucht viel Zeit bis sich alle Strukturen an die Bewegungen angepasst haben. Die Muskulatur ist da viel schneller als Sehnen und Bindegewebe.

Dasselbe gilt für den Wiedereinstieg nach längeren Pausen

Einseitiges Krafttraining

Klettertraining besteht nicht nur aus Klimmzügen

Dehnen – wann und wie?

Aufwärmen?

Was machst du zwischen den Boulder-/Klettersessions

Hast du vielleicht einen Beruf, der dich einseitig belastet und der mehr Ausgleich braucht

 

Du siehst es gibt viele Ansatzpunkte, denn unser Körper ist ein Gesamtsystem und sollte auch so behandelt werden.

 

Ein Training für nachhaltig gesundes Klettern und Bouldern sollte möglichst folgende Faktoren beinhalten.

 

Ausbalancierten Muskelaufbau

Beweglichkeitstraining

Entspannungsfähigkeit

Körperbewußtsein schulen

Koordination, intermuskulär und intramuskulär

Regeneration, aktiv und passiv

Das Bewegungsrepertoire erweitern

Fazit

Um nachhaltig gesund klettern und bouldern zu können solltest also darauf achten, dass wenn du in einem Projekt ein bestimmtes Bewegungsmuster brauchst dein Körper gut darauf vorbereitet ist, und dass du einseitige Belastungen durch ausgleichende Übungen ergänzt.

Du solltest lernen die Sprache deines Körpers zu deuten ( Schmerz) und dementsprechend zu handeln.

Und du solltest dich fragen wieviel Spaß du beim Klettern/ Bouldern haben willst😉

 

Mehr Infos

Wenn ich dein Interesse geweckt habe und du mehr zu dem Thema oder zum Therapeutischen Klettern erfahren möchtest, melde dich gleich zu meinem Newsletter an, dann bekommst du weitere Informationen zu Kursen, Themen und Terminen die in nächster Zeit kommen.

 

Zu Workshops und Kursen erfährst du hier mehr

 

Wenn du Fragen hast oder ein Problem, bei dem du dich fragst ob wir das gemeinsam an der Kletterwand lösen könnten dann melde dich am besten hier oder schreibe mir eine Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

 

 

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