schmerzfrei klettern und bouldernWarum ist loslassen so wichtig

• Schmerzen
• Entstehung
• Was machen?
• Spannung-Entspannung
• Loslassen-entspannt einschlafen-erfrischt in den Tag starten

 

Schmerzen

Letzten Sommer durfte🙄😏 ich selbst erfahren , was es heißt aufgrund von Schmerzen bewegungsunfähig zu werden.  Ich habe mich vom Schlafzimmer ins Bad -PAUSE- ins Wohnzimmer – PAUSE –  und irgendwann wieder zurück geschleppt Das war mein Bewegungsradius.

Liegen auf dem Rücken, selbst in Stufenlage war nicht auszuhalten.
Der Ischiasnerv hat alles mitgenommen was er fand, die Schmerzen waren an der Hüfte, im Bein am Rücken..

Ich hatte wohl über lange Zeit ein Zwicken, Ziehen an unterschiedlichsten Stellen ignoriert, bzw. meine Bewegungen so umstrukturiert, dass ich wieder schmerzfrei war.
das hatte anscheinend dazu geführt, dass einige Strukturen dann total überlastet waren und gesagt haben jetzt reichts.

Ich habe mir Hilfe geholt, und mit Unterstützung von Arzt, Physiotherapie, Bouldern und einigen Übungen daheim konnte ich mich wieder aus dem Tief herausarbeiten.

Wie kann es am Bewegungsapparat zu Schmerzen kommen

..hier ein par Möglichkeiten

Krankheiten wie Rheuma, Tumor, Osteoporose… habe ich abgeklärt traf nicht zu
Ein Trauma, eine Verletzung…ich hatte mich zu dem Zeitpunkt nicht verletzt
Abnutzung der Gelenke … vielleicht
Überlastung von Strukturen wie Muskeln, Sehnen, Bänder, Bindegewebe, ich glaube da kommen wir der Sache schon näher🤔

Entstehung

Wie kommt es zur Überlastung von Strukturen und Abnutzung von Gelenken?

Es gab da vielleicht doch eine( muss nicht groß gewesen sein) kleine Verletzung vor langer Zeit
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- unser Gehirn, vielleicht auch nur das Rückenmark gibt die Order aus: Schmerz abstellen!
- dein Körper ist schlau und macht das
- du bewegst dich jetzt so, dass kein Schmerz entsteht
- dieses Bewegungsmuster behältst du bei, es tut ja nix weh, kein Grund zur Veränderung
- es wird zur Gewohnheit.

Dieses Spiel erfolgt sehr oft in unserem Leben, so dass vielleicht einige Muskeln und Strukturen gar nicht mehr richtig genutzt werden. Sie liegen brach ,obwohl sie wieder mitarbeiten  könnten. Andere müssen mehr Spannung aufbauen um die Arbeit übernehmen zu können.

Das kann sehr lange gut gehen. Irgendwann kommen aber auch diese Strukturen an ihre Grenzen und das führt dann zu ordentlichen Schmerzen.
Diese einseitige Arbeitsverteilung bewirkt natürlich auch eine einseitige Belastung bzw. Einschränkung der Gelenke das führt zu Unbeweglichkeit/Steifheit und auch zu Abnutzung von Knorpel und Bändern.

 

Was machen?weiterbildung

In meiner Arbeit geht es ja viel um die Aktivierung von Muskeln und Körperspannung, ich versuche dabei immer ausgleichend zu agieren und die Verteilung der Muskelarbeit wieder ins Lot zu bringen. Durch kräftigen aller Muskelgrippen, Einsatz vieler kleiner Muskeln und geeigneter Dehnübungen Ich weiß, dass nur Spannungsaufbau zu Überlastung von einzelnen Strukturen führt, deshalb versuche ich auch immer wieder Entspannungsmöglichkeiten mit auf zu zeigen, was meine Kursteilnehmer jedes Mal sehr genießen.
Das hatte ich für mich allerdings etwas vernachlässigt.

Ich habe so osft wie möglich die Boulderhalle besucht und habe zu Hause meine Bibliothek konsultiert und mir einige Übungsmöglichkeiten - alte und neue - zusammengestellt und diese Abläufe mit dem Handy aufgenommen. Dadurch konnte ich einfach meinen Sprachanweisungen folgen und konnte mit meinen Gedanken ganz bei mir und meinem Körper bleiben.
Wenn mir hier etwas auffiel wo es hakt, habe ich das auch mit meinem Physiotherapeuten besprochen und er hat seine Behandlung ganz auf mich abgestimmt.

 

Spannung-Entspannung

In dieser Zeit ist mir wieder bewußt geworden, wir benötigen in unserem Leben viel Kraft und Spannung, um überhaupt aufrecht gehen, stehen, sitzen , uns bewegen, unsere alltäglichen Aufgaben bewältigen zu können.

Wir trainieren große und kleine Muskeln, damit wir keine Rückenschmerzen bekommen oder um nach OPs oder Krankheiten wieder stabil und fit zu werden, um unseren Alltag zu bewältigen und vielleicht unseren Lieblingssport möglichst lange verletzungsfrei ausüben zu können.

Aber… Kräftigung alleine bringt uns nicht unbedingt zu einer besseren Haltung, schmerzfreiem Rücken und Gelenken, besseren Performance und sichereren Ausübung unseres Sports. Es gehört auch Entspannung, Beweglichkeit in Verbindung mit Achtsamkeit gegenüber unserem Körper dazu.

Wer anspannt muss auch los lassen können und das oft gleichzeitig.

In unserer Gesellschaft ist meist das Machen, Anspannen, Durchziehen stärker gewichtet als das Loslassen.

Auch ich habe hier meine Reise gemacht von Anspannung zu Entspannung und bin auch noch immer auf dem Weg, das alles für mich in ein richtiges Maß, in Einklang zu bringen. Auf dieser Reise habe ich verschiedene Sachen ausprobiert und eingesetzt, Atmung, Qi Gong, Yoga, TCM, Akupressur, Feldenkrais, Faszientraining und vieles mehr. Ich habe bei allen auch immer wieder viele Gemeinsamkeiten und Schnittpunkte gesehen und nutze sie inzwischen in einer Art „Cross Over“ für mich und meine Teilnehmer.

Jede*r, der bei mir schon einmal einen Kurs gemacht hat kennt die Kleinen Übungen, die ich gerne an das Kursende setzte. Diese Übungen bringen für viele ein Aha-Erlebnis, sie fühlen sich danach sehr wohl, entspannt, beweglich und würden sich am liebsten gar nicht mehr aus diesem Gefühl weg bewegen.

Diese kleinen Einheiten führen einen Spannungsausgleich herbei. Denn selbst wenn man sich am Ende eines Tages sehr „entspannt“ fühlt gibt es im Körper doch noch viele kleine Spannungsfelder die oft unterschwellig und unbemerkt (es fühlt sich ja an wie immer) vorhanden sind.
Bemerkbar macht sich das oft beim Aufstehen am Morgen, wenn du dich steif und unbeweglich fühlst und die ersten Schritte noch sehr schwer und langsam gehen.

Ich habe festgestellt, dieses Training fördert nicht nur die Entspannung, sondern gibt mir auch ein neues Gefühl für Bewegungsabläufe und für meinen Körper

Weil sie mir gut tun, habe diese kleinen Übungseinheiten ausgebaut und mache sie inzwischen regelmäßig für mich am Abend, etwa 2-3 mal pro Woche, damit mir das Ganze nicht noch einmal passiert.

Daraus ist jetzt auch ein eigenständiges Kurskonzept entstanden.

Loslassen-entspannt einschlafen-erfrischt in den Tag starten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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