was lehrt mich therapeutisches kletternMeine Zeit als Klettertherapeutin

• Was gut war
• Was ich gelernt habe
• Was ich in Zukunft tun werde

 

Was ich gelernt habe

Jeder ist anders

Was ich durch meine Arbeit als Klettertherapeutin gelernt habe ist, dass jeder Mensch unterschiedlich ist. Okay ich wusste das vorher auch schon, aber meine Arbeit hat es mir nochmal stark verdeutlicht.
Eine Skoliose gibt es nicht zweimal genau gleich, ich würde mal sagen nicht mal bei Zwillingen. Vielleich lassen das die bildgebenden Techniken, manchmal so erscheinen bzw. ihre Interpretation, aber die Geschichten der Personen dahinter, ihre Körper und ihre Bewegungen sind jedes Mal anders.

 

Es gibt nicht eine Übung für Alle

Aufgrund der individuellen Unterschiede greift auch nicht die genau gleiche Übung für jeden, das Prinzip schon, aber die Übung und die Ausführung fühlen sich für jeden anders an und werden von jedem anders interpretiert.

Meine Klienten im therapeutischen Klettern zeigen mir dadurch aber auch was noch alles geht und inspirieren mich damit neue Aufgaben für sie zu finden, zu erarbeiten und zu stellen.Mal hier ein Griff oder/und Tritt gedreht, weggeschraubt oder verändert um die Gegebenheiten an die Teilnehmer und die Aufgabe anzupassen.

Das Aufleuchten einer Erkenntnis in ihren Augen ist jedes Mal ein besonderer Moment für sie und mich.

 

 

Die Grenzen sind im Kopf

Dabei sind es manchmal gar nicht die großen Dinge, sondern vielleicht nur ein kleiner sprachlicher Hinweis oder Fingerzeig, der sie aus ihren Mustern herausbringt und erkennen lässt, dass sie selbst ihre Grenzen im Kopf zu eng gesetzt haben.

Wenn durch solch kleine Hinweise ein Fuß plötzlich ganz anders gesetzt und anders bewegt werden kann, eine Hand viel zielsicherer an einen Griff kommt und ihre persönliche Erkenntnis, dass ihr Arm ja viel länger ist und mehr schafft als ihnen ihr Kopf vorher vorgegaukelt hat.

 

 

Die Mauer muss fallen

mauern im kopfDiese „falschen“ Muster kommen oft durch Schmerz, Verletzung, Krankheit zustande. Sie hatten alle mal ihre Berechtigung um uns zu schützen, um unseren Körper zu schützen, aber wenn wir sie nach der Heilung nicht wieder auflösen, bilden sie unser Gefängnis.

In diesem wird es dann mit der Zeit immer enger, weil wir selbst die Mauern dort immer dicker werden lassen und dadurch unseren Raum innerlich und äußerlich immer mehr einschränken.

Ich freue mich jedes Mal wenn ich helfen kann diese Mauern durchgängiger zu machen und meinen Klienten mehr Raum und Sicherheit zu geben.

 

 

Lernen hört nie auf

...und das gilt sowohl für meine Klienten als auch für mich.

Klettern ist dreidimensionales Üben und dadurch lässt sich das gelernte besser in den Alltag übertragen

Die Vorbereitung auf jede Stunde Therapeutisches Klettern ist also sehr unterschiedlich, ich habe daher nie aufgehört zu lernen, zu lesen mich weiter zu bilden und freue mich jedes mal auf den Austausch mit anderen. Allein das Sprechen über Problematiken, die sich bei der Arbeit ergeben hilft neue Ideen für die Klienten zu erschaffen.

Mich begleitet auch immer ein kleines Heft, da mich manche Erkenntnisse und Ideen auch oft sehr plötzlich überfallen. Ich halte sie dann fest, schreibe sie auf. Manche fallen auch gleich wieder raus, wenn ich sie dann selbst durchprobiere, andere schaffen es bis zur Anwendung.

Genau das ist es auch. Ich probiere die Sachen immer noch selbst aus um zu erfühlen wie die Aufgabe ist und hole mir manchmal auch einen "Dummy" hinzu, der sie auch ausprobiert. Auf diese Weise hole ich mir auch von anderen Köpfen Rückmeldung und eine andere Sichtweise.

Jeder ist anders, aber jeder kann auch von anderen lernen, deshalb ist es neben der Einzelarbeit auch gut in kleinen Trainingsgruppen zu arbeiten, weil hier ein echt guter Austausch stattfinden kann.

 

Offene Räume tun gut

In meiner Ausbildung zum Klettertherapeuten haben wir in einer Praxis mit verstellbarer Kletterwand trainiert und ich war ratlos wie ich das für mich umsetzten kann, wo sich so eine Wand installieren lässt.


Inzwischen arbeite ich in einer Kletterhalle oder einer Boulderhalle in denen es einliegende Wandneigungen gibt und darf dort auch Griffe und Tritte für mich und meine Klienten anbringen. Dadurch fühlen sich die Teilnehmer nicht so sehr in Therapie und ich komme meinem Wunsch näher, dass sie solche Hallen als Spielwiese erkennen um vielleicht auch ohne mich neue Dinge aus zu probieren, gelerntes zu festigen und zu erhalten.
…oder für sich einfach Klettern oder Bouldern zu gehen.

 

Zusammenfassung „Was ich gelernt habe"

• Jeder ist anders
• Es gibt nicht die Übung für Alle
• Die Grenzen sind im Kopf
• die Mauer muss fallen
• Lernen hört nie auf
• Offene Räume tun gut

 

Was ich in Zukunft tun werde im Therapeutischen Klettern

Ich werde aufmerksam sein, versuchen jeden meiner Klienten*innen gerecht zu werden, sie in ihre volle Stärke bringen....und lernen, lernen, lernen!

 

 

 

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